+++ Das Stadtleben hat sich verändert – für immer

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat die dicht besiedelten Städte hart getroffen und zwingt deren Bewohner zur Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen und sozialen Abstandsregeln. Das Leben in der City wird nie wieder so sein wie es einmal war – auch nicht nach der Pandemie, so die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Immer mehr Menschen arbeiten im Homeoffice, was eine spürbare Verlagerung von Leben und Konsum aus den Innenstädten in die Stadtteilzentren nach sich zieht. Dieser Trend führt nicht nur zu weniger Laufkundschaft bei Händlern in den Innenstädten, sondern wirkt sich auch auf Kantinen, Restaurants, Cafés und kleine Läden aus, deren Geschäft maßgeblich von der arbeitenden Bevölkerung abhängig ist.


+++ Unternehmen setzen auf Homeoffice

Durch Corona hat sich der Arbeitsalltag stark verändert – und das wird wohl auch so bleiben. Denn die Konzerne wollen Kosten sparen und dank Homeoffice auch in Zukunft auf Bürofläche verzichten. Die Unternehmungsberatung Deloitte befragte 100 CFOs großer deutscher Unternehmen, wie sie zum Thema Remote Working stehen. Zwei Drittel der befragten Finanzvorstände sagten auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona für ihr Unternehmen: "Wir planen, vermehrt auf Remote Working zu setzen."


+++ Doch kein Recht auf Homeoffice

Arbeitsminister Hubertus Heil ist eingeknickt. Der Anspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr wird erst einmal zurückgestellt, sagte Heil dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland". "Mein Vorschlag ist: Lasst uns jetzt zumindest gemeinsam einen modernen Rahmen für mobile Arbeit beschließen. Es geht mir darum, dass wir weiterkommen."


+++ Wenn die Sonne bei der Arbeit strahlt

Das ist mal ein Angebot für Homeoffice in Griechenland: Wer seinen Steuerwohnsitz dorthin verlegt, bekommt einen Nachlass von 50 Prozent auf die Einkommensteuer. Das Finanzministerium besteuert Einkommen von über 40.000 Euro im Jahr eigentlich mit dem Spitzensteuersatz von 44 Prozent, dann nur mit 22 Prozent. Diese Vergünstigung gilt für sieben Jahre.


+++ Raus aus Metropolis

Die Corona-Krise verstärkt einen Trend, den Immobilienfinanzierer schon länger beobachten – Käufer und Bauherren zieht es in die Kleinstädte. Das zeigen Daten von über 600.000 Finanzierungsabschlüssen von 2010 bis Ende Juni 2020, die Interhyp, Deutschlands größer Vermittler für private Baufinanzierungen, ausgewertet hat.