Schöne neue Arbeitswelt

Die Arbeitswelt von morgen war nie greifbarer als heute

New Work, also die Arbeitswelt von morgen, bedeutet viel mehr als nur Homeoffice. Generation Homeoffice wirft einen Blick darauf, wie das Büro der Zukunft aussehen könnte.

Büro der Zukunft ©pixabay

Für viele Menschen mit Bürojobs ist seit fast einem Jahr Realität, was es früher vor allem bei Start-ups oder internationalen Unternehmen gab: Arbeiten von zuhause aus, Austausch per Videokonferenz und flexible Formen, die Arbeit zu organisieren. New Work oder Agiles Arbeiten lauten die Schlagworte.

Studien besagen, dass die Mehrheit der Mitarbeitenden sich auch in Zukunft einen Mix aus Homeoffice und Büroarbeit wünscht. Das Büro hat also noch lange nicht ausgedient, aber es könnte in Zukunft eher als Begegnungsstätte dienen: Teams tauschen sich in Workshopräumen aus und hocken anschließend noch gemütlich in der Lounge zusammen. Denn am meisten vermisst in Pandemiezeiten: die Kaffeeküche. Sie ist sozusagen das Lagerfeuer der Gegenwart. Hier trifft man sich, tauscht Geschichten aus, ärgert sich gemeinsam über Vorgesetzte oder Kollegen, hier wird gelacht, geflirtet und bei Bedarf Trost gespendet. Für Arbeitgeber das Beste aber ist, dass dabei auch Informationen ausgetauscht werden, die in Meetings oft nicht zur Sprache kommen. Beim Kaffee spricht es sich eben leichter über Befindlichkeiten. Und die werden immer wichtiger beim Projektmanagement.

Alle Teammitglieder übernehmen Verantwortung

Womit das Agile Arbeiten wieder ins Spiel kommt. Modernes Projektmanagement findet in kleinen, flexiblen Teams statt. Jedes Teammitglied übernimmt Verantwortung für seinen Bereich, Vorgesetzte unterstützen sie lediglich dabei. Dazu gehört auch, sich die Zeit flexibel einzuteilen – was zählt ist das Ergebnis. Die klassische Kontrollfunktion des Managers ist beim Agilen Arbeiten nicht mehr gefragt. Der Manager wird vielmehr zum Motivator. Scrum und Kanban sind zwei Projektmanagementmethoden, die genau hier ansetzen.

Statt eines festen Arbeitsplatzes könnten immer mehr Mitarbeitende sich in Zukunft ihren Schreibtisch mit anderen teilen. Mehrere Benutzerprofile am selben Rechner machen es möglich. Viele Unternehmen und Freiberufler setzen auch schon auf Co-Working-Modelle und mieten den Arbeitsplatz stunden- oder tageweise. Sensible Telefongespräche oder Meetings? Kein Problem, dafür lassen Konferenzräume oder schallgeschützte Kabinen dazubuchen. Damit steht auch dem Dasein als Digitaler Nomade, der arbeitend die Welt bereist, nichts mehr im Wege.

Ohne moderne Technik geht es nicht

New Work braucht allerdings die entsprechenden technischen Voraussetzungen. Mit dem Homeoffice klappt es zwar erstaunlich gut. Dennoch gibt es Einschränkungen – viele Unternehmen setzen noch immer auf eigene Server. Das macht ortsunabhängiges und flexibles Arbeiten schwerer. Denn nicht von überall hat man Zugriff auf alle nötigen Daten. Cloud-Lösungen sind jedoch im Kommen. Wenn 5G Standard ist und die Clouds größtmögliche Sicherheit bieten, werden sie firmeneigene Server vielerorts verdrängen. Dann können Mitarbeitende von überall auf die Daten zugreifen und brauchen nicht mehr planen, was sie für ihre Homeoffice-Tage an Unterlagen einpacken müssen.

 

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